Grenzüberschreitende Berufsausbildung wird immer beliebter

In diesem Jahr begannen 13 Jugendliche aus Lothringen die grenzüberschreitende Ausbildung im Saarland. Fünf junge Männer entscheiden sich für den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik, drei für den Beruf des Kaufmanns im Einzelhandel, zwei für den Berufskraftfahrer und ein Jugendlicher begann die Ausbildung zum Mechatroniker. Zwei Französinnen unterschrieben den Ausbildungsvertrag zur Kauffrau für Büromanagement. Den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren sie in einem saarländischen Unternehmen und den theoretischen Teil in der Berufsschule in Frankreich. Ein saarländischer Jugendlicher geht den umgekehrten Weg und übt den praktischen Teil der Ausbildung in Frankreich aus. Er erlernt den Beruf des Landwirts. „Ich freue mich, dass immer mehr Jugendliche die Möglichkeit und Chancen der grenzüberschreitenden Berufsausbildung nutzen. Sie lernen die Arbeitswelt des Nachbarn kennen und können ihre Sprachkenntnisse verbessern. Auch den Unternehmen bietet diese Form der Berufsausbildung erhebliche Vorteile. So können sie beispielsweise ihre Kundinnen und Kunden individueller betreuen, da keine Sprachbarrieren im Wege stehen“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rhein-land-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Bereits seit Sommer 2014 können junge Frauen und Männer aus der saarländisch-lothringischen Grenzregion den schulischen Teil ihrer dualen Ausbildung am Wohnort und den betrieblichen Teil im Nachbarland absolvieren. Bislang haben 44 Jugendliche diese Chance genutzt.
Seit Januar 2017 unterstützen eine Ausbildungsvermittlerin und ein Ausbildungsvermittler für grenzüberschreitende Ausbildung bei der Agentur für Arbeit Saarland diese Ausbildungsmöglichkeit. Sie informieren und beraten sowohl die Jugendlichen als auch die Schulen gezielt über die Möglichkeit der grenzüberschreitenden Ausbildung. Gleichzeitig stehen sie den Betrieben bei der Suche nach den Auszubildenden sowie bei der Umsetzung der Ausbildung zur Verfügung. Sie werden kofinanziert durch die Region Grand Est, die in Frankreich für die duale Ausbildung zuständig ist. Weiter Informationen erhalten können bei der Agentur für Arbeit angefordert werden. Ansprechpartner: Franziska Prinz (Telefon: 0681 – 944 5437)  und Julien Robichon (Telefon: 0681 – 944 5346), Mail: saarbruecken.Grenzueberschreitende-Ausbildung@arbeitsagentur.de (Quelle: Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland)